Leoben fährt wieder elektrisch

Und damit ist natürlich nicht die Rückkehr zu den Oberleitungsbussen von einst gemeint! Vielmehr setzen die Stadtwerke Leoben wieder einmal ein Zeichen für eine intakte Umwelt. Sie testen für zehn Tage den neuesten elektrisch betriebenen Stadtbus von MAN im Linienbetrieb.

Übergabe eines E-Vorführbusses der Marke MAN
Übergabe eines E-Vorführbusses der Marke MAN
© Foto Freisinger

Übergabe eines E-Vorführbusses der Marke MAN mit Bgm. Kurt Wallner, Stadtwerkedirektor DI Ronald Schindler, Key Accont Manager Bus Österreich Stefan Vollmeier, Verkauf Omnibus Gottfried Ehmann.

„Wer A sagt, wenn es um die Umwelt geht, sollte nach Möglichkeit auch B sagen“, meint Stadtwerkedirektor Ronald Schindler und erläutert in der Folge, was er konkret damit meint: „Derzeit sind 15 Busse auf unserem 120 Kilometer langen Liniennetz im Stadtgebiet unterwegs und befördern rund 2 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Im Hinblick auf eine intakte Umwelt denken wir als verantwortungsbewusstes Unternehmen nicht bloß an morgen, sondern an das Übermorgen für nachfolgende Generationen. Deshalb wollen wir in den nächsten Tagen den Einsatz eines elektrisch betriebenen Stadtbusses von MAN im Linienbetrieb testen.“

Möglich wird dieser Testbetrieb mit dem neuesten Modell von MAN aufgrund der guten und langjährigen Partnerschaft der Stadtwerke Leoben mit dem Unternehmen. Eingesetzt auf den verschiedenen Linien in Leoben, werden alle Beteiligten ihre spezifischen Erfahrungen mit dem Bus im Alltagsbetrieb sammeln. Auf Basis des gemeinsamen Resümees werden dann die Verantwortlichen der Stadtwerke und der Stadt Leoben entscheiden, ob und welche Schritte in Richtung „Elektrifizierung“ des Leobener Linienverkehrs gesetzt werden.

Für Bürgermeister Kurt Wallner präsentieren sich die Stadtwerke Leoben mit diesem Testbetrieb wieder einmal als innovatives Unternehmen, dem die intakte Umwelt ein besonderes Anliegen ist: „Es ist zwar eine überaus reizvolle Vorstellung, wenn wir den innerstädtischen Linienverkehr elektrifizieren und so ein bedeutendes Ausrufezeichen punkto Umwelt setzen würden. Ob das überhaupt machbar ist und in welchem Umfang, wird der Testbetrieb zeigen. Und letztlich muss eine derartig gewaltige Investition auch entsprechend finanziert werden.“

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